Online-Shop-Haifischbecken

Der Onlinehandel ist ein großes Haifischbecken.

Hier geht es ja auch nicht nur um 3.95 €

Haifischbecken

Was Sie im Onlinehandel erwarten wird ist …ein Haifischbecken.

Solange Sie Ihren Shop aufbauen, werden Sie vermutlich ruhig im Gewässer des Internets dahin schwimmen können. Die großen Mitbewerber werden Sie zunächst nur belächeln, falls man Sie überhaupt zu sehen bekommt. Warum sollte man sich auch die Mühe machen, sich mit einen kleinen Fisch zu beschäftigen, wenn die meisten Kleinen ohnehin nie groß werden, oder gar nicht überleben.

Wenn Sie tatsächlich etwas wachsen werden, wenn Sie also sichtbar werden (sprich von den Suchmaschinen gezeigt werden), beginnen die Großen Sie zu beobachten. Man wird anfangen Sie einzuschätzen, Ihre Preise zu kontrollieren, die Gefahr abzuwägen, ob Sie zu einem lästigen Konkurrenten werden könnten.

Spätestens wenn Sie beginnen tatsächlich nennenswerte Umsätze zu generieren, beginnt die Jagd. Die Großen werden anfangen zu beißen. Diese Angriffe im Onlinegewässer sind zunächst die sogenannten Abmahnungen. Ihre Website wird genauestens zerpflückt werden und und penibel auf mögliche Fehler kontrolliert werden. Haben Sie etwas falsch gemacht, oder vergessen, können Abmahnungen schnell zu Kosten bis hin zu einem fünfstelligen Eurobereich auf Sie zukommen.
Vielleicht haben Sie sogar unbewusst eine Urheberrechtsverletzung begangen, dann können Sie bei Suchmaschinen angezeigt werden, was im schlimmsten Falle zu einer zumindest vorübergehenden Abschaltung Ihrer Sichtbarkeit führen kann.
Natürlich kann man auch einfach versuchen, Sie durch einen Preiskampf in die Knie zu zwingen.

Sie glauben, so etwas kann Ihnen nicht passieren? Dass dachte ich auch einmal.
Ich habe eine angeschlossene juristische Berufsausbildung, jedoch habe ich nach dem Staatsexamen nicht in diesem Bereich gearbeitet. So, wie ich bei Bedarf eigene Verträge aufgesetzt habe, glaubte ich auch wasserdichte AGBs für unseren Onlineshop erstellen zu können. Da ich mir der Gefahr von Abmahnungen bewusst war, habe ich jedoch sicherheitshalber einen befreundeten Rechtsanwalt darum gebeten, diese AGBs noch einmal von dem auf Onlinerecht spezialiserten Kollegen in deren Kanzlei überprüfen zu lassen. Diese Überprüfung endete mit zwei kleinen sachlichen Hinweisen, rechtliche Mängel wurden jedoch nicht beanstandet. Mehr durch Zufall hatte ich etwas später von einem Abmahnverfahren gehört und unsere AGB darauf hin nochmals überprüft. Um eine größtmögliche Sicherheit zu bekommen, haben wir uns dann einer großen Vereinigung von Onlinehändlern angeschlossen, die selbst mehrere Volljuristen beschäftigen. Nach deren Prüfung ist von unseren ursprünglichen AGBs nicht viel übrig geblieben, aber viele neue Punkte sind hinzu gekommen.

Zumindest hier werden die Haifischen jetzt bei uns wahrscheinlich nicht mehr zubeißen können.
Falls Sie sich trotzdem ins Wasser trauen – Viel Glück!

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